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Wo dein Körper Stress speichert

Dieser Knoten zwischen deinen Schulterblättern nach einer harten Woche. Ein Magen, der sich vor schwierigen Gesprächen zusammenzieht. Manchmal überspringt…


Dieser Knoten zwischen deinen Schulterblättern nach einer harten Woche. Ein Magen, der sich vor schwierigen Gesprächen zusammenzieht. Manchmal überspringt Stress den Teil, in dem er zum Gedanken wird, und landet direkt in deinem Körper.

Warum Stress stecken bleibt

Wenn dein Gehirn eine Bedrohung erkennt, löst dein autonomes Nervensystem eine Überlebensreaktion aus: Muskeln spannen sich an, der Herzschlag beschleunigt sich, die Atmung wird schneller. Sobald die Gefahr vorüber ist, schließt dein Körper den Zyklus ab und beruhigt sich. Aber wenn Stress chronisch ist oder eine traumatische Erfahrung dich überwältigt, wird dieser Zyklus nie vollständig abgeschlossen. Dein Nervensystem bleibt aktiviert – nicht weil etwas falsch ist, sondern weil es das tut, wofür es gebaut wurde, nur länger als nötig.

Ein körperorientierter Ansatz

Ein körperorientierter Ansatz namens Somatic Experiencing (SE) arbeitet direkt damit. Statt bei Gedanken anzusetzen, nutzt SE Interozeption (das Wahrnehmen innerer Zustände wie Herzschlag oder Bauchspannung) und Propriozeption (das Bewusstsein für deinen Körper im Raum), um deinem Nervensystem zu helfen, das abzuschließen, was es nicht konnte.

In einer randomisierten kontrollierten Studie erfüllten fast die Hälfte der PTBS-Patienten nach SE die diagnostischen Kriterien nicht mehr, und die Verbesserungen hielten bei der Nachuntersuchung an. Eine separate Studie ergab, dass SE Traumasymptome bei Menschen mit chronischen Schmerzen innerhalb von sechs bis zwölf Sitzungen reduzierte.

Übungen, die helfen

  • Bemerken, ohne zu reparieren. Scanne, wo gerade Anspannung sitzt. Enger Hals, geballte Fäuste, flache Atmung. Allein das Benennen dessen, was du fühlst, beginnt dein Nervensystem aus dem Alarmmodus zu holen.
  • Pendeln. Bewege deine Aufmerksamkeit zwischen einer angespannten Stelle und einem Bereich, der sich neutral oder ruhig anfühlt. Bleibe bei jedem für ein paar langsame Atemzüge, bevor du wechselst. Das lehrt dein System, dass Aktivierung nicht dauerhaft ist.
  • Ausschütteln. Tiere schütteln sich nach der Flucht vor einem Raubtier, um Stresshormone abzubauen. Dreißig Sekunden Hände schütteln oder auf und ab hüpfen können eine festgefahrene Reaktion unterbrechen.

Dein Körper ist nicht nur Beifahrer, wenn Stress zuschlägt. Manchmal ist der schnellste Weg, deinen Geist zu beruhigen, deinen Körper das beenden zu lassen, was er angefangen hat.

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Quellen

  1. Brom, D., Stokar, Y., Lawi, C., Nuriel-Porat, V., Ziv, Y., Lerner, K., & Ross, G. (2017). Somatic experiencing for posttraumatic stress disorder: A randomized controlled outcome study. Journal of Traumatic Stress, 30(3), 304–312. https://doi.org/10.1002/jts.22189
  2. Andersen, T. E., Lahav, Y., Ellegaard, H., & Manniche, C. (2017). A randomized controlled trial of brief somatic experiencing for chronic low back pain and comorbid post-traumatic stress disorder. European Journal of Psychotraumatology, 8(1), 1331108. https://doi.org/10.1080/20008198.2017.1331108
  3. Kuhfuß, M., Maldei, T., Hetmanek, A., & Baumann, N. (2021). Somatic experiencing – effectiveness and key factors of a body-oriented trauma therapy: A scoping literature review. European Journal of Psychotraumatology, 12(1), 1929023. https://doi.org/10.1080/20008198.2021.1929023
  4. Payne, P., Levine, P. A., & Crane-Godreau, M. A. (2015). Somatic experiencing: Using interoception and proprioception as core elements of trauma therapy. Frontiers in Psychology, 6, 93. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2015.00093